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Training, Lehrgänge

Großübung der Strömungsretter im Ruhrgebiet

Veröffentlicht: 24.11.2024
Autor: Stefan Hahn
Die Übung wurde mit der Eintreffsituation am Kieswerk begonnen. Im Hintergrund ist das Ladeterminal zu sehen.
Dort befanden sich drei Verunfallte (Puppen) am Förderband in Hilfoser Lage
Auf dem Förderband musste unter engen Platzverhältnissen gearbeitet werden
Nach dem Abseilen wurden die Verunfallten schnellstmöglich, aber sicher, zum Rettungsdienst gebracht
Suche nach Vermissten mit der Unterstützung von Fernkundlern...
... führte zum Auffinden einer Vermissten
Nach einer kleinen Stärkung war dann Zeit für ein kleines Gruppenfoto
Die Evakuierung von über 25 Personen von einem Schwimmbagger stellte die Zusammenarbeit aller Einheiten auf die Probe
Auch schwierige Evakuierungssituationen wurden gemeistert, zum Beispiel die Evakuierung einer Person mit Rollstuhl

Strömungsretter aus dem DLRG Bezirk Warendorf waren Teil der Großübung in Rheinberg

Berichte und Bilder von Hochwassern erreichen uns heutzutage immer häufiger - und auch im beschaulichen Kreis Warendorf hat uns die Ems letztes Jahr gezeigt, welche Kräfte das Wasser freisetzen kann. Da ist es schön zu hören, dass in der Not eine speziell ausgebildete Einheit zur Hilfe kommt:
Die Strömungsretter der DLRG im Bezirk Warendorf!

Doch auch abseits reißender Flüsse können die Strömungsretter aus dem Zusammenschluss der Ortsgruppen des Kreises eingesetzt werden. Unsere Schutzausrüstung isoliert besonders gut gegen Kälte, sodass wir länger am und im Wasser suchen und retten können. Und mit Klettergurt und Seilen ausgestattet sind wir die einzige Einheit der DLRG, die Personen über steile Böschungen oder in der Vertikalen über größere Höhen evakuieren und retten kann.

Um sich auf den Ernstfall vorzubereiten, sind unsere Einsatzkräfte am 05.10.2024 zu einer Großübung im Kreis Wesel - genauer in Rheinberg am unteren Niederrhein im Nordwesten des Ruhrgebiets ausgerückt.
Dort galt es in einem großflächigen Kieswerk gemeinsam mit anderen Einheiten zu Lande und zu Wasser unsere Fähigkeiten auf die Probe zu stellen. Mit einer direkten Verbindung zum Rhein erstreckt sich das verwinkelte Kieswerk über eine Wasserfläche von mehr als zwei Kilometern Länge.

Während die Taucher eine Lage unter Wasser abarbeiteten, galt es für uns zunächst drei Verunfallte aus luftiger Höhe zu retten. Diese hatten sich von einem Förderband über Wasser abgeseilt, sodass die speziellen Rettungstechnikern der Strömungsretter gefragt waren. Die Verunfallten wurden gesichert und kontrolliert in Rettungsboote abgelassen, wo sie weiter versorgt wurden.

Neben den Abseilstellen bedurften unter Schock stehende Zeugen und vermisste Kinder auch unsere Aufmerksamkeit. Diese wurden mit Unterstützung einer Drohnenaufklärung gesucht, gefunden und aus der Gefahrenzone gebracht.

Nach einer Mittagspause mit Verpflegung durch eine mobile Feldküche der Johanniter ging es am Nachmittag in ein noch größeres Szenario über:
Die Evakuierung von über 25 Personen von einem Schwimmbagger. Hier wurden alle verfügbaren Kräfte gemeinsam eingesetzt, um den rauchenden Bagger zu erreichen. Die Personen, gespielt von ausgebildeten Notfalldarstellern, waren zum Teil schwer verletzt oder sprangen in das Wasser.
Bei dem sogenannten Massenanfall von Verletzten galt es, den Überblick zu behalten und die eigenen Mittel koordiniert und nach Prioritäten einzusetzen.
Mit mehreren Rettungsbooten wurden die Personen über den Rhein - bei vollem Schifffahrtsbetrieb zwischen den „großen Pötten hindurch“ - am Kraftwerk Voerde vorbei zu einem eingerichteten Evakuierungspunkt an der Rheinrettungsstation der DLRG Dinslaken gebracht, wo sie an den Rettungsdienst übergeben werden konnten.
Eine besondere Herausforderung stellte der Umgang mit Rollstuhlfahrenden dar, welche beispielsweise mit einer simulierten Querschnittslähmung mit großer Vorsicht in die Rettungsboote gehoben werden mussten.
Die Strömungsretter halfen auf den Aufbauten des Schwimmbaggers bei der Rettung der Verletzten und führten mit einem sogenannten IRB parallel auch den Transport über den Rhein durch. Diese „inflatable rescue boats“ der Strömungsretter sind eher klein, was sie wendig und agil macht. So können sie auf die schnellen Veränderungen von Strömungen besser reagieren und in Engstellen einfahren, die für größere Rettungsboote unpassierbar wären.

Unser besonderer Dank gilt neben dem Veranstalter (DLRG Schwerte und Münster) den Kameraden und Kameradinnen des DLRG Bezirks Rheinbergischer Kreis, welche auf der Großübung eng mit den Einsatzkräften aus dem Bezirk Warendorf zusammengearbeitet haben.

Die besonderen Gefahren bei der Strömungsrettung erfordern einen neben intensiver Ausbildung und regelmäßigen Fortbildungen auch eine besondere Ausrüstung und dessen Prüfung.
Du möchtest uns unterstützen?
Spenden an den Bezirk Warendorf kommen da an, wo es wirklich zählt. Die gesamte Ausrüstung wird fast ausschließlich durch Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert!
https://bez-warendorf.dlrg.de/spenden/

Oder spende deine Zeit und werde Teil des Teams als engagierter Retter! Wende dich gerne direkt per Mail an: stroemungsrettung@bez-warendorf.dlrg.de oder sprich deine örtliche DLRG Gliederung an! 

Und wenn Du mehr wissen möchtest, dann findest du auf unseren Seiten zur Strömungsrettung weitere Informationen über die Aufgaben und Ausbildung zum Strömungsretter.

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